Ältere Fahrer und MPU

Ältere Fahrer und Auto- Fahrerinnen  können auch mit der MPU  in Kontakt kommen:

1.Möglichkeit )    Der Fahrer  wird mit 3 Bier  ( ca 0,7 Promille) nach dem Stammtisch am Sonntag im Auto angehalten......  

nur hatte er vergessen, dass er vor  5 oder 7 Jahren schon einmal mit Alkohol aufgefallen war. Die Folge ist hier eine MPU  mit evtl. Abstinenznachweisen und  zum Bestehen eine gute Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Psychologen bei der Begutachtungsstelle.

Im Alter so über 50 Jahre ist insbesondere der Leistungstest  in der MPU schwierig . Dafür muss dann das Psychologengespräch deutlich besser laufen , um  mit einer Fahrprobe den Führerschein zu retten.

 

2.Möglichkeit )   Der Fahrer verursacht z.B. vor dem Supermarkt - unbemerkt- einen  kleinen Fremdschaden an einem anderen Auto.

Ein Zeuge notiert die Nummer und  der Fall nimmt seinen Lauf..... 

Am Ende wird die Führerscheinstelle sich melden und ein " ärztliches Gutachten " beim z.B. TÜV  einfordern.  Und  dort kann es sein, dass auf Grund der Medikamente , einer Schwerhörigkeit oder   einer Sehschwäche  die Fahrerlaubnis  bis zu einer klassischen MPU  eingezogen wird.

Der Grundgedanke ist immer : der/die Fahrer/In muss verantwortungsvoll und aufmerksam im Verkehr richtige Entscheidungen treffen können.

Auch in diesem Fall  sollten Sie sich zumindest fachlich beim Verkehrspsychologen beraten lassen.:

    MPU-Hilfe-Bamberg.de  :         Tel  0951 -2978155  u. 0157 789 223 48

 

EU- Führerschein ?

Wenn in Deutschland der Führerschein entzogen wird, steht

oft statt einer MPU auch ein EU Führerschein aus Czechien,Polen oder Lettland im Gespräch.

Die heutige Regelung ist so strikt , dass diese Möglichkeit nur in ganz wenigen Fällen  überhaupt denkbar ist  - auch wenn immer noch  viele  " Spezialisten"  für viel Geld diesen angeblichen ' schnellen'  Weg anbieten.

Meist ist es schade ums  Geld und in der Regel erhalten die Leute trotz bestandener Fahrprüfung in Prag oder sonstwo  ihre Papiere nicht , da die Voraussetzungen nicht EU-Konform sind.

Der ADAC betitelt seine Story in 4/16  als " Sinnloser Schein-Tourismus" und  redet dort Klartext.

( Foto aus ADAC-Motorwelt 4/16. Seite 40 )

Als Radfahrer oder E-scooter auch MPU ?

Ja , auch als Radfahrer oder E-scooter-Fahrer nehmen Sie am

Straßenverkehr teil.

Deshalb ist auch bei einem Drogendelikt

oder bei viel Alkohol der Autoführerschein

in der Regel weg.

Da hilft dann nur eine MPU .

( aus Polizeibericht im " FT" )

Nochmals Fahrschule nach MPU ?

Was ist nach der MPU ?

Muß ich dann nochmals zur Fahrschule und eine neu Fahrprüfung machen , weil meine Fahrerlaubnis schon länger weg ist ?

Nein- nach der positiven MPU  können Sie beim Landratsamt/ Führerschein Stelle  sofort wieder Ihren neuen " Lappen" abholen.

Sie brauchen also keine neue Fahrprüfung machen - wenn Ihr PKW-Schein nicht länger als ca 9 Jahre  entzogen war.

Für den LKW-Schein ( Klasse C) ist die Frist kürzer.

Früher galt eine 2 Jahresregelung -- diese gilt schon lange nicht mehr . Das bedeutet : Sie haben Zeit sich in Ruhe auf die MPU gut vorzubereiten.

 

Was ist ein Nachtunk?

 

Oft werden angezeigte Fahrer von der Polizei erst  daheim aufgesucht und  ein Alkoholtest   und eine Befragung  in der eigenen Wohnung vorgenommen.

Oft liegt dann eine Anzeige von einem " guten Nachbarn" vor oder auch eine beobachtete Unfallflucht.

Jetzt wird der Autofahrer sagen , er habe  nach der Fahrt noch daheim im Wohnzimmer   3 Obstler oder  einige Gläser Sekt getrunken. Das wäre ein Nachtunk. 

Darauf hin sollte die Polizei  die  entsprechenden Flaschen anschauen und vor allem, wenn es eine Blutprobe gibt ,muß diese auf  sog. Begleitstoffe untersucht werden .

Chemisch lassen sich alle alkoholischen Getränke im Blut unterscheiden und somit kann der Nachtunk - der Obstler der Marke XYZ- bestätigt werden.  (  dazu   [ siehe    hier   ]).

Nur so kann der Fahrer zu seinem Recht kommen und vor falschen Beschuldigungen und der MPU geschützt werden.

MPU nach Stationärer Therapie?
Beratungsgespräche wo ?

Nach der stationären Alkohol-Entzugstherapie   muß mindestens  eine Abstinenzzeit von deutlich mehr als 12 Monaten belegt sein.

Das bedeutet , dass eine Zeit von ca 14-16  Monaten mit den Nachweisen  ausreichen würde , um eine  MPU anzugehen.

Eine stationäre Entgiftung (Kurzform:  C2-Therapie) und eine anschließende REHA in einer Einrichtung  deuten immer auf eine Alkohol-Abhängigkeit hin - deshalb  ca. 14 Monate. 

Hierfür ist auch eine Kopie des Arztbriefes aus der REHA wichtig.

Auch Beratungsgespräche für Alkohol und Drogen in einer öffentlichen Einrichtung,

oder Gespräche , die von dem Versorgungsträger bezahlt werden,

deuten für den Gutachter bei der MPU auf  eine Abhängigkeit hin.

( Und wer abhängig / süchtig war , ist bei der MPU in einer besonderen Situation )

Somit überlegen Sie bitte, in welche  Beratungs- und Vorbereitungsgruppe Sie gehen, wenn Sie keine Alkohol- Abhängigkeit hatten.

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